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Sonntag, 20. Mai 2012
MGC Gänserndorf - Ein Verein stellt sich vor: Drucken

03.April.2008

Der 1. Miniaturgolfclub Gänserndorf wurde 1973 von einer kleinen Schar gegründet, welche das Bahnengolffieber gepackt hatte. Gründungsmitglieder waren damals:

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Müller Kurt

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Pozarek Johann

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Waldner Maria

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Waldner Rudolf

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Zieger Maria

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Zieger Heinrich

 

Erste Heimstätte des neugegründeten Vereines war die Miniaturgolfanlage in Gänserndorf-Süd im Safaripark. Man stieg in den Spielbetrieb des Niederösterreichischen Bahnengolfverband in der untersten Liga ein. Man spielte dort sportlich lange Jahre nur eine untergeordnete Rolle. Ende der 70er Jahre durchlebte der Verein einige Krisen, aber dank treuer Funktionäre und beständiger Spieler wurde der Fortbestand des Vereines immer gesichert. 1987 begann der Verein mit der Errichtung der neuen Anlage auf dem Gelände des OMV-Sportplatzes in Gänserndorf, welche bis heute unsere Heimat darstellt. Durch viel Engagement und Arbeitseinsatz aller Mitglieder konnte die Anlage 1988 fertiggestellt und eröffnet werden.

Mit dem Übersiedeln auf die neue Heimstätte begann auch der sportliche Höhenflug des MGC Gänserndorf, für welchen zahlreiche Jugendliche sorgten. Nach einigen Jahren Aufbauarbeit nahm die Gänserndorfer Jugendauswahl die Führungsposition in Österreich ein. Aus den zahlreichen Talenten ragten vor allem Petra Szlama. Roman Würrer, Herbert Ziegler und Thomas Pitzinger heraus. Dieses Team war es auch, das in den Jahren 1992 und 1993 die Goldmedaillen bei den Österreichischen Jugendmeisterschaften im Mannschaftsbewerb eroberte. Eine weitere Gold- und eine Bronzemedaille von Petra Szlama, zwei Bronzemedaillen von Roman Würrer, und eine Silbermedaille von Thomas Pitzinger bei den Einzelbewerben 1991 bis 1994, sowie zahlreiche Landesmeistertitel sind weitere Zeugnisse der damaligen Dominanz.

Um die Jahrtausendwende gelang es dem Verein erneut eine Jugend aufzubauen. Diese konnte an die Erfolge der Vergangenheit nahtlos anknüpfen und diese teilweise sogar übertreffen. Herausragende Akteurin war dabei zweifellos Stephanie Dallinger. Als erste Gänserndorferin darf sie sich auch Europameisterin nennen. Mit der österreichischen Nationalmannschaft kann sie bei den Jugendeuropameisterschaften 2000, 2003 und 2005 gleich dreimal Gold erringen. Neben zweimal EM-Silber gewann sie weiters mit dem Team bei den Jugend-Weltmeisterschaften eine Silber- und zwei Bronzemedaillen. Höhepunkt war aber die Silbermedaille im Einzel bei der Jugendeuropameisterschaft 2003 in Linz. Aber auch national war sie die dominierende Spielerin ihrer Zeit. Dies beweisen gleich fünfmal Gold und einmal Silber in den Einzelwertungen der österreichischen Jugendmeisterschaften.

Dass im Verein gute Jugendarbeit geleistet wurde beweist die Tatsache dass Stephanie Dallinger kein Einzelfall war. Neben ihr konnten sich zahlreiche weitere Spielerinnen in Szene setzen und bei der Jugend-ÖM für Medaillengewinne sorgen. So gewann Bianca Utzig gleich zweimal Gold und einmal Bronze bei den weiblichen Kindern. Carina Schäfer konnte einmal Bronze gewinnen. Aber auch Birgit Dallinger trat in die Fußstapfen ihrer Schwester. Neben jeweils einmal Gold, Silber und Bronze bei der Jugend-ÖM gelang ihr auch der Sprung in das Jugendnationalteam mit dem sie einmal WM-Bronze gewann.

Naturgemäß schlugen sich diese Einzelerfolge auch in den Mannschaftsbewerben nieder. Das Schülerteam der Gänserndorfer gewann ausschließlich mit Mädchen besetzt einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze bei der Jugend-ÖM.

Aber auch Gänserndorfs Senioren standen der Jugend um nichts nach. In den Jahren 2001 bis 2004 konnte das Seniorenteam gleich zweimal Gold und zweimal Silber bei den österreichischen Seniorenmeisterschaften gewinnen. Erich Wesely glänzte mit zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze bei den männlichen Senioren 2. Günter Würrer errang Gold und Silber bei den männlichen Senioren 1. Für weitere Medaillen sorgte Erwin Lechner mit jeweils einmal Silber und Bronze.

Die sportliche Aufwärtsentwicklung des MGC Gänserndorf mündete im Jahr 2005 in den Aufstieg in die höchste Spielklasse Österreichs, in die Bundesliga. Drei Jahre lang traten die Damen- und die Herrenmannschaft in dieser Eliteliga an. Krönung waren dabei die Silbermedaille des Damenteams 2006 sowie einige Tagessiege. Seit 2000 spielt Gänserndorf auch in der Landesliga, der höchsten Spielklasse Niederösterreichs.

Mitverantwortlich des mannschaftlichen Aufstiegs war auch die Heimkehr Herbert Zieglers nach Gänserndorf. Er entwickelte sich zu einem der besten Spieler Österreichs. Belohnung dafür waren neben Einzel-Bronze bei den Staatsmeisterschaften 2005 die Bronzemedaillen bei den Weltmeisterschaften 2005 und den Europameisterschaften 2006. Bei beiden Bewerben spielte er sich mitten in die Besten der Welt und erreichte gleich zweimal das Superfinale der besten Neun.

Anfang der 90er Jahre verdiente sich der Club mit der Ausrichtung diverser Landes- und Schulmeisterschaften die ersten Sporen auf organisatorischer Ebene. Im Jahr 1993 war Gänserndorf Schauplatz der Österreichischen Jugendmeisterschaft. Den bisherigen Höhepunkt auf diesem Bereich stellte die äußerst erfolgreiche Durchführung der Senioreneuropameisterschaft 1997 dar.

1995 trat der 1. MGC Gänserndorf dem Sportverein SV OMV Gänserndorf als eigene Sektion bei. Heute hat der Verein ca. 150 Mitglieder, wovon 32 Lizenzspieler sind. Unter den Mitgliedern befinden sich auch zahlreiche engagierte Funktionäre des Österreichischen und des Niederösterreichischen Bahnengolfverbandes sowie des Weltverbandes (WMF). Für seine hervorragende Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit wurde der MGC Gänserndorf vom niederösterreichischen Bahnengolfverband als „Verein des Jahres 2000" ausgezeichnet.
 
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